Kaktusfeigen am Kaiserstuhl

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..oder auch „ein Spaziergang am Kaiserstuhl“

Es ist schon schön in unserer Gegend. Da gingen wir heute spazieren, warm eingepackt – wie man es so macht, im Dezember. Der Nikolaus war ja vor wenigen Tagen da, und man stellt sich auf die Jahreszeit ein. Ein Blick nach draussen verrät, dass bestes Wetter zum Spaziergang einlädt.. also LOS!

Ziel war erstmal nur der Winklerberg, zwischen Breisach und Ihringen. Eine wunderbare Weinbergslage – was wir auch gleich zu spüren bekamen. Klar, gehen wir hier nicht im Schneeanzug raus, aber die Fleecejacke und der Schal, die warm halten sollten, flogen direkt wieder ins Auto. Hier ist es eben ein bisschen wärmer. Das Vulkangestein scheint jeden noch so kleinen Sonnenstrahl aufzufangen und strahlt konstante wärme ab. So, in der Sonne laufend, schaut man hier und da und sieht zuweilen rote Pünktchen in der Ferne am Gestein. Wollen wir doch mal sehen, was sich dort so verbirgt.

Ab durch den Rebberg, die paar Schritt nach oben – und wir sehen Kaktusfeigen. Oder den Feigenkaktus? Auf jeden Fall sind es viele Kaktusfeigen, reife Kaktusfeigen. Im Dezember, am Kaiserstuhl. Unglaublich! Aber was wundert mich das noch – nach der Granatapfel-Geschichte? Direkt daneben ist übrigens der Hagebutten-Strauch. Auch sehr reich bestückt und wunderschön bunt.

Kakteen kommen aus Mexico, durch die Globalisierung haben sie längst auch den Weg hierher gefunden. Warum auch nicht? Denn schönes Wetter, viel Wärme und Sonnenschein – dazu ein bisschen weniger Wasser dieses Jahr – und schon ist die Kaktusfeigenernte gesichert. Wir sollten Regina und Andreas mal fragen, ob sie daraus nicht auch einen Wein machen wollen. Denn diese ausserordentliche Lage gehört ihnen: Familie Stigler, vom Weingut Stigler.

Jetzt aber weiter, denn der Kaiserstuhl ist schön, das Wetter bombastisch. Heute etwas diesig, aber vielleicht werden die Fotos dennoch schön.. Auf dem sogenannten „Katzer“ oder Katzensteinbuck hat man eine grandiose Aussicht. Diesen zu finden ist garnicht so schwer: Markierungen mit einem kleinen Katzengesicht und Pfeil auf dem Boden weisen den Weg dorthin, denn die Weinberge sind ein riesiges Labyrinth!

Oben angekommen heisst es dann Durchatmen: die Welt scheint sich einem zu Füssen zu legen. Und wenn schon nicht das, dann zumindest scheint sie in bestem Licht glänzen zu wollen. Für jeden, der Aussicht geniesst, der zur Ruhe kommt, wenn er Weite sieht. Für alle, die so etwas schätzen, ist hier einer der schönsten Punkte am Kaiserstuhl.

Ich glaube, unser nächster Ausflug geht zur Mondhalde.. aber dazu dann mehr, wenn’s soweit ist.

 



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