Ein starkes Stück! Die Premiere der Festspiele in Breisach 2017

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Bravo! Bravissimo! Applaus!

Waren Sie dort, wissen Sie was ich meine: Ein Stück mit einer solchen Menge an Wortwitz, dass man kaum über das eine zu-ende-gelacht hat, man sich schon wieder zum nächsten Knaller ausschütten kann. Aber von vorne..

Der Gong ertönt und sagt uns, wir wollen Platz nehmen. Es ist noch wunderbar hell draußen und man findet seinen Platz zwischen den weitläufigen Zuschauersitzen: zurechtgesetzt und voll Vorfreude und Spannung auf das Stück – öffnet sich kein Vorhang, denn wir sind in einem Open-Air-Theater. Dafür darf man sich schonmal ergötzen, am starken, wundervollen Bühnenbild, voll Farbe und in Gedenken und starker Anlehnung an Dali. Wer diesen kennt und schätzt, hat hier seine pure Freude! Sound setzt ein, dezent platziert und doch sehr vermittelnd, wo genau wir uns denn befinden. Die ersten Schauspieler betreten die Bühne und man taucht ein, in die verquere Welt, die sich hier bietet.

Die Ohren gespitzt und aufgepasst!

Im Abendrot die lieblichen Worte an den Schatz gerichtet, der nicht da ist – und vom Überbringer aufgesogen, der doch so sehr liebt und förmlich an den Lippen des Liebenden klebt… Selbst das, also die untergehende Sonne seitwärts der Bühne, trägt seinen Teil dazu bei, dass die Bühne lebendig und Farbenfroh erscheint. Und wenn das Licht dann weg ist, ersetzt das Team der Technik die Effekte. Wunderbar genau platziert – auch hier wieder Farben unterstreichend und charmant umspielend. Gekonnt in Szene gesetzt und irgendwie bekommt man sie doch fast nicht mit.Das Fazit: Lachen und Staunen ist also nicht nur dem umwerfenden Bühnenbild verdankt, sondern auch den liebevollen Kostümen, ebenfalls sehr künstlerisch umgesetzt, mit schillernden Farben und abstrakten Kuriositäten. Darüber hinweg die Schauspieler (übrigens Laien! – man glaubt es kaum), die wirklich in dieser Welt gefangen scheinen, so schön vermitteln und durch gekonnte Einsätze nicht die geringste Langatmigkeit zulassen. Durch das Einbeziehen des Geländes um die Bühne herum, und immer wieder Auftauchen aus weiteren Ecken, weitet sich die Bühne so sehr aus, dass der Eindruck entsteht, man sei ein Mäuschen im Schauspiel der liebevollen Lustwanderung, in welcher gehofft, gebangt, geliebt wird..

 

Wann durften wir zuletzt am Ende eines Theaterstückes aufstehen und sagen „Wie? Schon vorbei?!“

 

Wir sind entzückt! Fasziniert! Hingerissen!

..und voller bunter Farben im Kopf und Lust auf mehr davon.

À propos Lust auf mehr…:

Mehr gibt’s zum Beispiel, wenn man gleich um 17.30 Uhr im Kapuzinergarten zum Apéritif da ist. Denn hier beginnt das Menü!

Mit viel Liebe zum Detail und Herzblut wurde auch in diesem Jahr das Menü zum Stück kreiert. Lassen Sie sich verwöhnen und riskieren Sie schonmal einen Blick rein: Das Menü Cesario zum Stück „Was ihr wollt“ von Shakespeare.



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